
Der Lindenhofpark
In den vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts begann die landschaftsgärtnerische Gestaltung des Ufers östlich und westlich der Insel Lindau. Später nannte man die Perlenkette herrschaftlicher Villen und ihrer Gärten am Lindauer Ufer des Bodensees die „Bayerische Riviera“.
Dem Lindauer Handelsherren Friedrich Gruber ist der Initialbau zu ihrer Entstehung zu verdanken. Ab 1840 ließ er sich durch den jungen Architekten Franz Jacob Kreuter eine herrschaftliche Villa bauen, umgeben von einem weitläufigen Park, mit dessen Anlage er den renommierten Gartengestalter Maximilian Friedrich Weyhe, einen Vetter des berühmten Josef Peter Lenné (Umgestaltung des Parks Sanssouci in Potsdam, Großer Tiergarten Berlin), beauftragte. Weyhe schuf mit seinem Plan ein Paradestück der Gartenkunst. Das gesamte Ensemble von Villa, Ökonomiegebäuden, Gewächshäusern und Landschaftsgarten in gemischtem Stil wurde schnell berühmt als einer der attraktivsten Gärten Süd-Deutschlands.








